Straße der Romanik | Bauwerke

Augustinernonnen-Klosterkirche St. Maria und Crucis

Die Klosterkirche gehört zu den besterhaltenen spätromanischen Bauwerken der Altmark und ist die älteste gewölbte altmärkische Kirche.

1161 stiftete Graf Hermann von Warpke-Lüchow ein Chorherrenstift, das gegen 1200 in ein Chorfrauenstift umgewandelt wurde. Es diente als Grablege für die Stifterfamilie und als Missionsort für die ansässigen Slawen. Es war einst das reichste Kloster der Altmark, dem u. a. 33 Dörfer und fünf Wüstungen angehörten. 1551 wurde es in ein evangelisches Damenstift umgewandelt und 1810 aufgelöst. Zu Beginn des 13. Jh. errichtete man die Klosterkirche als dreischiffige Basilika mit Westbau und Querhaus. Das Innere der Kirche ist vom roten Backstein mit weißen Fugen und Gewölben geprägt. Das Mittelschiff, mit einer Breite von 5,70 m, ist streng gegliedert durch seine doppelten Gurtbögen und Pfeiler bzw. Säulen. Von der mittelalterlichen Ausstattung blieben nur Einzelwerke erhalten, darunter die spätgotische Triumphkreuzgruppe aus der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts, ein Grabstein für den 1273 verstorbenen Grafen Heinrich von Lüchow, auf dem er in einer Ritzzeichnung mit Schild und Schwert zu sehen ist und eine Heilig-Grab-Kapelle, in der sich ein hölzerner Schrein mit einer geschnitzten Figur des beigesetzten Christus befindet. 1872 wurde die Kirche restauriert, der Turm wurde um ein zweites Geschoss erhöht und im Inneren die Orgelempore erweitert, die Brüstungen von Orgel- und Nonnenempore erneuert und eine neue Orgel und Kanzel eingefügt.


Führungen können unter 03902-327 (Ev. Pfarramt Diesdorf) angemeldet werden.

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Informationen

Augustinernonnen-Klosterkirche St. Maria und Crucis

Kloster
29413 Diesdorf

Gesonderte Postanschrift

Evangelisches Pfarramt Schäfertor 7 29413 Diesdorf


Öffnungszeiten

Öffnugszeiten: April- September

Mittwoch bis Sonntag 10-18 Uhr

Die Klosterkirche gehört zu den besterhaltenen spätromanischen Bauwerken der Altmark und ist die älteste gewölbte altmärkische Kirche. 1161 stiftete Graf Hermann von Warpke-Lüchow ein Chorherrenstift, das gegen 1200 in ein Chorfrauenstift umgewandelt wurde. Es diente als Grablege für die Stifterfamilie und als Missionsort für die ansässigen Slawen. Es war einst das reichste Kloster der Altmark, dem u. a. 33 Dörfer und fünf Wüstungen angehörten. 1551 wurde es in ein evangelisches Damenstift umgewandelt und 1810 aufgelöst. Zu Beginn des 13. Jh. errichtete man die Klosterkirche als dreischiffige Basilika mit Westbau und Querhaus. Das Innere der Kirche ist vom roten Backstein mit weißen Fugen und Gewölben geprägt. Das Mittelschiff, mit einer Breite von 5,70 m, ist streng gegliedert durch seine doppelten Gurtbögen und Pfeiler bzw. Säulen. Von der mittelalterlichen Ausstattung blieben nur Einzelwerke erhalten, darunter die spätgotische Triumphkreuzgruppe aus der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts, ein Grabstein für den 1273 verstorbenen Grafen Heinrich von Lüchow, auf dem er in einer Ritzzeichnung mit Schild und Schwert zu sehen ist und eine Heilig-Grab-Kapelle, in der sich ein hölzerner Schrein mit einer geschnitzten Figur des beigesetzten Christus befindet. 1872 wurde die Kirche restauriert, der Turm wurde um ein zweites Geschoss erhöht und im Inneren die Orgelempore erweitert, die Brüstungen von Orgel- und Nonnenempore erneuert und eine neue Orgel und Kanzel eingefügt.